Flachwasserzonen
Wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen
Flachwasserzone und Stillgewässer in Listrup
Südlich der Gemeinde Emsbüren am Ortsrand von Listrup wurden nahe der Ems eine Flachwasserzone und ein Stillgewässer an einem bestehenden Graben angelegt. Dadurch werden neue Lebensräume für bedrohte und geschützte Arten geschaffen und die ökologische Vielfalt des Flusssystems gefördert. Mit der Maßnahme wird ein strukturreiches Nebengewässer entwickelt, das sowohl Fisch- und Amphibienarten als auch Insekten, Vögeln und einer vielfältigen Vegetation zugutekommt.
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Südlich der Gemeinde Emsbüren am Ortsrand von Listrup wurden nahe der Ems eine Flachwasserzone und ein Stillgewässer an einem bestehenden Graben angelegt. Dadurch werden neue Lebensräume für bedrohte und geschützte Arten geschaffen und die ökologische Vielfalt des Flusssystems gefördert. Mit der Maßnahme wird ein strukturreiches Nebengewässer entwickelt, das sowohl Fisch- und Amphibienarten als auch Insekten, Vögeln und einer vielfältigen Vegetation zugutekommt.
Projektziele
Mit der Maßnahme wird die ökologische Aufwertung einer Fläche in unmittelbarer Nähe zur Ems angestrebt. Durch die Anlage einer Flachwasserzone und eines Stillgewässers soll die Lebensraumqualität für gefährdete und geschützte Fisch- und Amphibienarten erheblich verbessert werden. Besonders Arten, die auf strukturreiche Flachwasserbereiche angewiesen sind, erhalten dadurch dringend benötigte Laich- und Aufwuchshabitate. Kleine Stillgewässer sind zudem wichtige Trittsteinbiotope. Gleichzeitig werden die Voraussetzungen für die Entwicklung einer artenreichen semiaquatischen Flora und Fauna geschaffen, wozu auch die Förderung submerser Makrophyten durch eine geringe Gewässertrübung beiträgt. Darüber hinaus entstehen durch die Gestaltung strukturreicher Uferbereiche wertvolle Lebensräume für Insekten, Vögel und weitere Arten. Insgesamt trägt das Vorhaben dazu bei, die ökologische Funktionalität der Ems-Niederung zu stärken und die biologische Vielfalt in der Region langfristig zu fördern.
Begründung der Maßnahme
Regional sind zunehmend artenreiche Flachwasser- und Stillgewässerlebensräume verloren gegangen. Zahlreiche Tierarten sind dadurch in ihrem Bestand gefährdet. Besonders betroffen ist die Quappe (Lota lota), eine stark gefährdete Fischart, die ohne flache, strukturreiche Gewässer mit direkter Anbindung an Flusssysteme keine geeigneten Fortpflanzungs- und Entwicklungsbedingungen vorfindet.
Auch Amphibien profitieren stark von den Flachwasserzonen. Arten wie der Grasfrosch (Rana temporaria) oder der Teichmolch (Lissotriton vulgaris) nutzen die flachen Gewässer zur Fortpflanzung, da sie dort ideale Bedingungen für die Eiablage und die Entwicklung der Larven finden, ohne von größeren Fischen gefressen zu werden. Gleichzeitig bieten die Uferbereiche und Schlammflächen Lebensraum für verschiedene Insektenarten, darunter Libellen wie die Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea) und seltene Wiesen- oder Wasserinsekten, die auf feuchte, offene Lebensräume angewiesen sind. Durch die leichte Hanglage entstehen mögliche Nistplätze für die Uferschwalbe (Riparia riparia) oder den Eisvogel (Alcedo atthis).Durch die Herstellung zusätzlicher Gewässerstrukturen entstehen gute Laich- und Aufwuchshabitate für Jungfische. Das fördert die Biodiversität innerhalb des Flusssystems und sichert das Überleben vieler spezialisierter Arten, die an den über langen Strecken monotonen Ufern der Ems sonst keinen Lebensraum finden würden.
Planung
Die Umsetzung des Projekts umfasst die naturnahe Herstellung und Gestaltung einer Flachwasserzone mit einer Gesamtfläche von 622 Quadratmeter und einer Tiefe zwischen 0,5 und 1,5 Meter sowie eines Stillgewässers mit einer Größe von 133 Quadratmeter und einer maximalen Tiefe von 1,2 Meter. In den Randbereichen werden die Uferzonen auf Tiefen von 0,1 bis 0,4 Meter reduziert, um flache, strukturreiche Übergangsbereiche zu schaffen. Unterschiedlich geneigte Ufer sorgen für Wasserwechselzonen und eine hohe strukturelle Vielfalt.
Die Planung und Umsetzung erfolgen in enger Abstimmung mit den Fachbiologen des Angelfischerverbands im Landesfischereiverband Weser-Ems e.V. sowie unter Berücksichtigung der lokalen hydrologischen und geologischen Gegebenheiten.
Nach Abschluss der Arbeiten übernimmt der Genehmigungsinhaber die Unterhaltungspflicht. Zudem wird der Landesfischereiverband Weser-Ems e.V. die Maßnahme dauerhaft ökologisch begleiten und regelmäßig überprüfen, inwieweit die gesetzten Ziele erreicht werden und ob Anpassungen erforderlich sind.Förderung des Ehrenamtes
Besonders die Mitglieder des Sportfischereivereins Salzbergen e.V. übernehmen eine wichtige Rolle bei der ökologischen Begleitung nach Abschluss der Baumaßnahmen. Dazu gehören unter anderem regelmäßige Begehungen sowie die Kontrolle der Wasserqualität in einfacher Form. Durch ihr Fachwissen und ihre enge Verbindung zur Gewässerlandschaft sind die Vereinsmitglieder in besonderer Weise geeignet, den langfristigen Erfolg des Projektes zu sichern. Gleichzeitig wird so das ehrenamtliche Engagement vor Ort gestärkt und die Identifikation des Vereins mit dem angelegten Kleingewässern weiter gefördert.
Das Projekt ist auf ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit ausgerichtet. Die geschaffenen Gewässerstrukturen sichern dauerhaft wertvolle Lebensräume für Fisch-, Amphibien- und Insektenarten und tragen so zur langfristigen Förderung der biologischen Vielfalt bei. Durch die Anbindung an die Ems erfüllt das Seitengewässer eine wichtige Funktion als Laichgewässer und stärk somit die Fischpopulation in der Ems.
Die enge Einbindung ehrenamtlicher Strukturen durch den Sportfischereiverein Salzbergen fördert Verantwortungsbewusstsein und schafft Identifikation mit der Maßnahme, wodurch gleichzeitig ein Beitrag zur Umweltbildung und zum gesellschaftlichen Engagement geleistet wird. Dadurch entsteht eine dauerhafte Verankerung des Projektes in der Region, die nicht nur ökologische, sondern auch gesellschaftliche Nachhaltigkeit gewährleistet.Sportfischereiverein Salzbergen
Der Sportfischereiverein Salzbergen 1929 e.V. verfolgt seit seiner Gründung das Ziel, die Ausübung der Fischerei eng mit dem Natur- und Umweltschutz zu verbinden. Schwerpunkte sind der Erhalt und die Wiederbelebung verschiedener Gewässerlebensräume, die Wiederansiedlung großer Wandersalmoniden wie Lachs (Salmo salar) und Meerforelle (Salmo trutta) sowie die Bestandsstützung bedrohter Arten wie dem Aal (Anguilla anguilla). Darüber hinaus führt der Verein regelmäßig Revitalisierungs- und Renaturierungsmaßnahmen durch, die entscheidend zum regionalen Arten- und Biotopschutz beitragen.
Das Vereinsleben ist geprägt durch ein starkes ehrenamtliches Engagement. Arbeitseinsätze an und in den Gewässern erfolgen auf freiwilliger Basis und schaffen eine hohe Identifikation der Mitglieder mit den Zielen des Vereins. Neben der Pflege und Bewirtschaftung von Gewässern organisiert der Verein regelmäßig Veranstaltungen wie gemeinschaftliche Angeltage, Jugendprogramme und Informationsangebote, die der Umweltbildung ebenso dienen wie der Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.
Durch diese Einbindung wird gewährleistet, dass das Projekt fachlich fundiert begleitet wird, ökologische Entwicklungen beobachtet werden und die langfristige Pflege und Nachsorge durch ein erfahrenes ehrenamtliches Netzwerk gesichert ist. Dies unterstützt die erfolgreiche Erreichung der ökologischen, wasserwirtschaftlichen und landschaftlichen Zielsetzungen des Projekts.
Neue Flachwasserzone am Siedewurter See
Im November 2025 wurde am Siedewurter See eine Flachwasserzone angelegt. Das war eine Maßnahme des groß angelegten Projektes „Kleingewässerentwicklung in Niedersachsen“, die der Angelfischerverband Weser-Ems mit seinen Mitgliedsvereinen durchführt.
Der Siedewurter See liegt im Landkreis Cuxhaven in der Nähe der Gemeinde Loxstedt, der durch Bodenabbau entstanden ist. Der See weist steil abfallende Ufer auf und besitzt nur sehr geringe Flachwasseranteile. Dadurch fehlen weitgehend strukturgebende Röhricht- und Schwimmblattgesellschaften sowie Unterwasservegetation.
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Im November 2025 wurden die Arbeiten zu einem Kleingewässerprojekt am Siedewurter See. Das ist eine weitere Maßnahme des groß angelegten Projektes „Kleingewässerentwicklung in Niedersachsen“, der der Angelfischerverband Weser-Ems mit seinen Mitgliedsvereinen durchführt.
Der Siedewurter See liegt im Landkreis Cuxhaven in der Nähe der Gemeinde Loxstedt, der durch Bodenabbau entstanden ist. Der See weist steil abfallende Ufer auf und besitzt nur sehr geringe Flachwasseranteile. Dadurch fehlten weitgehend strukturgebende Röhricht- und Schwimmblattgesellschaften sowie Unterwasservegetation. Diese Bereiche sind jedoch wichtig für die aquatische Artenvielfalt.
Mit der Renaturierungsmaßnahme wird zum einen eine ausgedehnte Flachwasserzone an dem See geschaffen, zum anderen wird durch das Einbringen von Totholz für zusätzliche Strukturen in dem Gewässer gesorgt.Der ASV Düring e.V. setzt sich im Rahmen seiner satzungsgemäßen Aufgaben für Schutz, Erhaltung und Förderung der aquatischen Flora und Fauna sowie der im Gewässerumfeld lebenden Arten ein. Um diese Arbeiten sachkundig durchzuführen, werden die Gewässerwarte des Vereins in Fortbildungsveranstaltungen in Theorie und Praxis ausgebildet. Die Umsetzung dieses Wissens an den Gewässern des Vereins ist dabei ein zentrales Ziel. Am Siedewurter See bietet sich die Möglichkeit, eine ausgedehnte Flachwasserzone am nordöstlich gelegenen Ufer anzulegen, um damit die Flora und Fauna des Gewässers zu fördern. Im Fokus stehen dabei im Besonderen Aspekte des Fischarten- sowie Amphibienschutzes.
Der Flachwasserbereich erhielt eine maximale Wassertiefe von etwa 50 bis 120 Zentimeter und wurde über eine etwa 6 bis 8 Meter breite Verbindung an den Siedewurter See angeschlossen. Zu den Seitenbereichen wurde das Gewässer deutlich flacher mit maximalen Tiefen zwischen 10 bis 40 Zentimeter. Aufgrund der geringen Trübung des Gewässers wird die Förderung submerser Makrophyten angestrebt.
Die gesamte Bauausführung wurde durch den Fischereibiologen des Landesfischereiverbandes Weser Ems e.V. fachlich begleitet.
Der anfallende Bodenaushub in Höhe von ca. 800 Kubikmetern ging in das Eigentum des für die Maßnahme beauftragten Unternehmers über.
Besonderer Wert wurde bei der Gestaltung des Gewässers auf die Entwicklung der semiaquatischen Fauna und Flora gelegt. Hierzu wurden die Uferbereiche mit unterschiedlichen Neigungen ausgeprägt, so dass sich gut strukturierte Wasserwechselzonen ergeben. Die gesamte Maßnahme wird in den folgenden Jahren durch den Verein begleitet und betreut.
Die geplante Maßnahme wurde vollumfänglich auf der Eigentumsfläche des ASV Düring e.V. durchgeführt.Projektträger ist der ASV Düring e.V., das Projekt wurde durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung finanziert. Die Planung erfolgte durch die Biologen des Angelfischerverbandes Weser-Ems.
Totholz-Aktion am Vörder See in Bremervörde
Totholz bildet ein wichtiges Strukturelement in unseren Gewässern. Wenn es sich nicht natürlich entwickelt, besteht die Möglichkeit, von Hand und mit der Motorsäge nachzuhelfen. So hat es der FSV Bremervörde an einem seiner Hauptgewässer, dem Vörder See in Bremervörde gemacht.
Nach längerer Vorbereitung und Planung stand der 18. Februar als Termin für eine Aktion, bei der rund um den See eine Anzahl von Bäumen an ausgewählten Stellen gefällt wurde.
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Totholz bildet ein wichtiges Strukturelement in unseren Gewässern. Wenn es sich nicht natürlich entwickelt, besteht die Möglichkeit, von Hand und mit der Motorsäge nachzuhelfen. So hat es der FSV Bremervörde an einem seiner Hauptgewässer, dem Vörder See in Bremervörde gemacht.
Nach längerer Vorbereitung und Planung stand der 18. Februar als Termin für eine Aktion, bei der rund um den See eine Anzahl von Bäumen an ausgewählten Stellen gefällt wurde. Weiden, Erlen und eine Birke wurden gezielt so abgesägt, dass sie in den See stürzten. Für die Bewohner des Sees wurden auf diese Weise neue Lebensräume geschaffen. Für alle, die sich über diese Maßnahme wundern, werden demnächst Informationstafeln an dem See aufgestellt, die erklären, wieso dieser Eingriff so sinnvoll ist für das Biotop. Hintergrund:
Totholzstrukturen wie Baumstämme, Äste oder Wurzelwerk schaffen wertvolle Lebensräume über und unter der Wasseroberfläche. Sie sorgen für geschützte Bereiche mit unterschiedlicher Wasserbewegung und -temperatur. Totholz erhöht damit die strukturelle Vielfalt eines Gewässers, mit der sich zugleich die Artenvielfalt in dem Lebensraum erhöht.
In Gewässern mit viel Totholz gibt es in der Regel mehr Fischarten als in Gewässern ohne entsprechendes Gehölz. Denn durch das abgestorbene Holz entstehen ganz eigene, zusätzliche Lebensräume, die von den Fischen genutzt werden.
Das versunkene Geäst bietet gute Versteckmöglichkeiten vor Fressfeinden. Besonders kleinere Fische sind darin sicher vor Räubern, die nicht in die kleinen Lücken des Unterschlupfes passen. Bei Hochwasser und Unwetter bietet es den Fischen auch Schutz vor der Strömung, die sie sonst mitreißen könnte.
Hölzerne Strukturen unter Wasser dienen verschiedenen Fischarten außerdem als Laichhabitat. Die Jungfische können darin in sicherer Umgebung schlüpfen und ihre ersten Lebenstage verbringen.
Ein weiterer positiver Aspekt des Totholzes: Es bildet sich an den Ästen schnell ein Überzug aus Algen, der verschiedene Kleintiere anlockt. Diese dienen wiederum den Fischen als Nahrung.
Aber nicht nur für Fische bildet Totholz einen wichtigen Lebensraum. Noch viele andere Tierarten wie Vögel, Kleinsäuger, Reptilien, Amphibien und Insekten nutzen das abgestorbene Gehölz. Sie leben in Höhlen, zwischen dem Geäst, unter der Rinde oder tief im Holz.
Die Anzahl der verschiedenen Lebewesen, die das tote Holz im Wasser brauchen, ist groß. Über 80 Arten von Kleinstlebewesen bis zu großen Wasservögeln nutzen Totholz als Lebensraum oder Nahrungsquelle. Etwa die Hälfte davon ist sogar auf Totholz als Lebensgrundlage angewiesen.
Krebse finden Unterschlupf in den Holzrückständen. Schildkröten lieben es, ein Sonnenbad auf dem Holz zu nehmen. Käfer leben unter der Rinde halb versunkener Bäume.
Insekten, Bakterien und Pilze brauchen das Holz als Nahrung. Über viele Jahre hinweg zersetzen sie das Holz ganz langsam, bis es weich und mürbe wird, zu Mulm zerfällt und schließlich allmählich in den Boden des Gewässers übergeht.
Dabei erfüllt das Totholz sogar eine gewisse Aufgabe für den Klimaschutz. Denn bis zur völligen Zersetzung speichert das Holz noch sehr lange Kohlenstoff.
Flachwasserzone am Bockhorster See
Von Ende November bis Mitte Dezember 2023 fanden am Nordostufer des Bockhorster Sees umfangreiche Erdarbeiten statt, die der Einrichtung einer Laich- und Flachwasserzone für das Gewässer dienten. Der Bockhorster See als Bodenabbaugewässer wies zuvor kaum Flachwasserbereiche auf.
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Von Ende November bis Mitte Dezember 2023 fanden am Nordostufer des Bockhorster Sees umfangreiche Erdarbeiten statt, die der Einrichtung einer Laich- und Flachwasserzone für das Gewässer dienten. Der Bockhorster See als Bodenabbaugewässer wies zuvor kaum Flachwasserbereiche auf. Deshalb wurde jetzt die Möglichkeit genutzt, einen ausgedehnten Flachwasserbereich zur Förderung der heimischen Flora und Fauna herzustellen.
Der Angelsportverein Bockhorst hat damit in die Praxis umgesetzt, was er satzungsgemäß als seine Aufgabe betrachtet, nämlich den Schutz, die Erhaltung und die Förderung der aquatischen Flora und Fauna sowie der im Gewässerumfeld lebenden Arten.
Der ausgedehnte Flachwasserbereich hat eine maximale Wassertiefe von 50 bis 120 Zentimeter erhalten und ist über eine etwa 6 Meter breite Verbindung an den Bockhorster See angeschlossen. Zu den Seitenbereichen wird das Gewässer deutlich flacher mit maximalen Tiefen von 10 bis 40 Zentimeter.
Der Oberbodenaushub in einem Umfang von ca. 450 Kubikmeter wurde zur Herstellung eines Walls entlang des vorhandenen Weges zur Abgrenzung der Flachwasserzone verwendet. Der Wall wird später bepflanzt werden. Die angefallenen Sande sind in das Eigentum des für die Maßnahme beauftragten Unternehmens übergegangen.
Der von der Maßnahme betroffene Baumbestand, bei dem es sich nur um einige Einzelgehölze handelt, wurde als Strukturelement in die neu entstandene Flachwasserzone eingebracht. Dadurch wurden von Beginn an wichtige Strukturbildner im Gewässer etabliert.
Bei der Gestaltung des Gewässers wurde besonderer Wert auf die Entwicklung der semiaquatischen Fauna und Flora gelegt. Aufgrund der geringen Trübung des Gewässers gilt den Wasserpflanzen ein besonderes Augenmerk.
Die Uferbereiche wurden mit unterschiedlichen Neigungen ausgeprägt, so dass sich gut strukturierte Wasserwechselzonen ergeben. Die gesamte Maßnahme wird in den folgenden Jahren durch den Verein begleitet und betreut werden.
Das Projekt in der Trägerschaft des ASV Bockhorst wurde in der Planung und in der gesamten Bauausführung durch den Fischereibiologen des Angelfischerverbandes Weser-Ems begleitet. Die praktische Durchführung konnte dank der großzügigen Unterstützung durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung finanziert werden.
Revitalisierung des Wörmer
Im südöstlichen Teil der Stadt Haren, im Bereich der Ortschaft Wesuwe, befindet sich der Wörmer, ein langgestrecktes Stillgewässer, das beginnend Mitte September einer Revitalisierung unterzogen wurde. Das Gebiet liegt innerhalb des Überschwemmungsgebietes sowie im Landschaftsschutzgebiet Ems. Eigentümer des Wörmers ist die Stadt Haren.
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Im südöstlichen Teil der Stadt Haren, im Bereich der Ortschaft Wesuwe, befindet sich der Wörmer, ein langgestrecktes Stillgewässer, das beginnend Mitte September einer Revitalisierung unterzogen wurde. Das Gebiet liegt innerhalb des Überschwemmungsgebietes sowie im Landschaftsschutzgebiet Ems. Eigentümer des Wörmers ist die Stadt Haren.
Aufgrund von Meliorationsmaßnahmen im Bereich des Wesuweer Brooks wurde der Wörmer an den seiner Zeit gebauten Brookgraben angeschlossen. Der Brookgraben hat bis zum Wörmer ein Einzugsgebiet von rund 2,4 Quadratkilometern.
In den vergangenen Jahren kam es im Wörmer wiederholt zu Fischsterben, was mit den erhöhten Zehrungsprozessen in Verbindung zu bringen ist. Im Mündungsbereich des Brookgrabens in den Wörmer befinden sich massive Faulschlammablagerungen.
Das gesamte Vorhaben zur Revitalisierung besteht aus zwei Teilmaßnahmen. 1. Durch die Entschlammung des Wörmers soll sich wieder ein wertvolles Stillgewässer für die aquatische Fauna entwickeln. 2. Durch die Verlegung des Brookgrabens gilt es, einen Nährstoff- und Sedimentfang zu erstellt, um zukünftige Einträge zu minimieren. Erst durch das Zusammenspiel der beiden Maßnahmen kann eine nachhaltige Entwicklung des Wörmers realisiert werden.
Vor der Entschlammung des Wörmers wurde die östlich des Brookgrabens gelegene Fläche abgegraben, um ein ausreichendes Speichervolumen für die anfallenden organischen Sedimente zu erhalten. Die Abgrabungen wurde so vorgenommen, dass nach Einspülung des Spülgutes keine Erhöhung der vorhandenen Geländehöhen erfolgt. Im Rahmen der Abgrabung wurde der Brookgraben in seinem Verlauf verlegen, so dass ein mäandrierender Verlauf mit flachen Uferseiten entstand. Die vorhandenen Sohllagen des Brookgrabens blieben nahezu unverändert. Der als Nährstoff- und Sedimentfalle konzipierte neue Gewässerlauf bekam variierende Breiten zwischen 8 und 12 Metern, um eine gegebenenfalls erforderliche maschinelle Aufreinigung mit herkömmlichen Maschinen zu gewährleisten. Es wurden wechselnde Wassertiefen zwischen 40 und 100 Zentimetern angestrebt, um die notwendige Funktion zu erfüllen. Zu den Seitenbereichen läuft das Gewässer flach aus.
Die Entschlammung des Wörmer erfolgte mittels eines Spülbaggers. Dabei wurden grob 20.000 Kubikmeter Schlamm abgesaugt und in das Spülfeld gepumpt. Um diese Massen aufnehmen zu können, war eine ausreichend große Sandentnahme als Trockenabbau auf der Fläche vorzusehen. Ein Anschnitt des anstehenden Grundwassers wurde vermieden, da die Abbautiefe bei maximal +8,50 Meter NN endet. Nach Beendigung des Spülens und Abtrocknung des organischen Materials wird die Spülfläche nach Maßgabe des Landkreises Emsland wieder herzustellen. Eigentümer der Spülfläche ist die Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland. Das anfallende Spülwassser aus dem Wörmer wurde über einen temporären Überlauf in den Brookgraben und damit wieder in den Wörmer rückgeführt, so dass der Spülbetrieb kontinuierlich durchgeführt werden konnte.
Nach der Entschlammung des Wörmers sowie der Neutrassierung des Brookgrabens wurde eine Überlaufschwelle im Abzweig des Brookgrabens erstellt. Die Schwelle besteht aus einer Holzwand mit einer Vor- und Nachsicherung aus Wasserbausteinen. Die Höhe der Schwelle wird bei ca. MW +15 Zentimetern liegen, um einen gesicherten Hochwasserabfluss zu gewährleisten. Gegebenenfalls ist am Ausfluss des Wörmers zu den Zeiten des Spülbetriebes eine temporäre Absperrung zu errichten, um ein Trockenfallen des Brookgrabens zu verhindern.
Über die Renaturierungsmaßnahmen am Wörmer hat emsTV einen kleinen Filmbeitrag produziert. Der Beitrag wurde am 26. September 2022 ausgestrahlt, ist aber weiterhin in der Videothek des Senders zu sehen. Zugang über emstv.de/videobeitrag/sh1-wesuwes-woermer-wird-revitalisiert/
Flachwasserzone für den Plietenberger See
Der Fischereiverein Wüsting e.V. setzt sich im Rahmen seiner satzungsgemäßen Aufgaben für Schutz, Erhaltung und Förderung der aquatischen Flora und Fauna sowie der im Gewässerumfeld lebenden Arten ein. Um diese Arbeiten sachkundig durchführen zu können, werden die Gewässerwarte des Vereins in Fortbildungsveranstaltungen in Theorie und Praxis ausgebildet.
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Der Fischereiverein Wüsting e.V. setzt sich im Rahmen seiner satzungsgemäßen Aufgaben für Schutz, Erhaltung und Förderung der aquatischen Flora und Fauna sowie der im Gewässerumfeld lebenden Arten ein. Um diese Arbeiten sachkundig durchführen zu können, werden die Gewässerwarte des Vereins in Fortbildungsveranstaltungen in Theorie und Praxis ausgebildet. Die Umsetzung dieses Wissens an den Gewässern des Vereins ist dabei ein zentrales Ziel.
Am Plietenberger See (Vereinseigentum), einem ehemaligen Bodenabbaugewässer mit wenig Flachwasserbereichen, bot sich die Möglichkeit zur Herstellung einer ausgedehnten Flachwasserzone am nordwestlich gelegenen Ufer. Das Projekt zur Realisierung der Flachwasserzone wurde in diesem Frühjahr umgesetzt. Die Abnahme durch den Landkreis erfolgte am 7. April.
Im Fokus der Maßnahme standen dabei insbesondere Aspekte des Fischarten- sowie Amphibienschutzes. Der ausgedehnte Flachwasserbereich hat eine maximale Wassertiefe von etwa 50 bis 120 Zentimeter erhalten. Zu den Seitenbereichen wird das Gewässer deutlich flacher mit maximalen Tiefen zwischen 10 und 40 Zentimetern. Aufgrund der geringen Trübung des Gewässers wird die Förderung submerser Makrophyten angestrebt. Der Aushub im Umfang von ca. 1300 Kubikmetern wurde abgefahren. Auf der durch die Maßnahme entstehenden Insel wurden etwa zehn Bäume entnommen, um diese als Totholz in das Gewässer einzubringen. Dadurch werden von Beginn an wichtige Strukturbildner im Gewässer etabliert.
Besonderer Wert wurde bei der Gestaltung des Gewässers auf die Entwicklung der semiaquatischen Fauna und Flora gelegt. Hierzu wurden die Uferbereiche mit unterschiedlichen Neigungen ausgeprägt, so dass sich gut strukturierte Wasserwechselzonen ergeben.
Die Finanzierung der Maßnahme hat größtenteils die Bingo-Umweltstiftung übernommen. Weitere Geldmittel wurden vom Fischereiverein Wüsting beigesteuert. Die gesamte Bauausführung wurde durch den Fischereibiologen des Landesfischereiverbandes Weser-Ems fachlich begleitet.
Der FV Wüsting wird das Projekt in den kommenden Jahren betreuen und weiterführen. So sind für die Zukunft die Anlage von zwei Schwimminseln sowie eine Reaktivierung eines Amphibiengewässers im Seitenbereich vorgesehen.
Weitere Informationen zu dem Projekt, dazu auch Filmaufnahmen, findet man auf der Homepage des FV Wüsting: www.fischereiverein-wuesting.de
Projekt Flachwasserzone am See Dingstede
Am See Dingstede zwischen Delmenhorst und Oldenburg fanden Ende August bis Anfang September 2017 Baggerarbeiten zur Schaffung einer Laich- und Flachwasserzone statt. Mit dem Projekt setzt sich der FV Delmenhorst im Rahmen seiner satzungsgemäßen Aufgaben für den Schutz, die Erhaltung und die Förderung der aquatischen Flora und Fauna sowie der im Gewässerumfeld lebenden Arten ein.
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Am See Dingstede zwischen Delmenhorst und Oldenburg fanden Ende August bis Anfang September 2017 Baggerarbeiten zur Schaffung einer Laich- und Flachwasserzone statt. Mit dem Projekt setzt sich der FV Delmenhorst im Rahmen seiner satzungsgemäßen Aufgaben für den Schutz, die Erhaltung und die Förderung der aquatischen Flora und Fauna sowie der im Gewässerumfeld lebenden Arten ein. Um diese Arbeiten sachkundig durchführen zu können, werden die Gewässerwarte des Vereins in Fortbildungsveranstaltungen in Theorie und Praxis ausgebildet. Die Umsetzung dieses Wissens an den Gewässern des Vereins ist dabei ein zentrales Ziel.
Am vereinseigenen See in Dingstede, einem ehemaligen Bodenabbaugewässer mit wenig
Flachwasserbereichen, bietet sich die Möglichkeit zur Herstellung einer ausgedehnten Flachwasserzone sowie weiterer kleinerer Flachwasserbereiche ohne Anbindung an den See. Im Fokus stehen dabei insbesondere Aspekte des Fischarten- sowie Amphibienschutzes.
Der ausgedehnte Flachwasserbereich hat eine maximale Wassertiefe von etwa 0,50 bis 1,20 Meter erhalten. Zu den Seitenbereichen wurde das Gewässer deutlich flacher mit maximalen Tiefen zwischen 10 und 40 Zentimeter. Aufgrund der geringen Trübung des Gewässers wird die Förderung submerser Makrophyten angestrebt. Die seitlich gelegenen und nicht an den See angebundenen Gewässer erhielten Tiefen zwischen 10 und 30 Zentimeter. Da diese Bereiche nicht an den See angebunden sind und in unterschiedlichen Höhenlagen liegen, wird nur von einer temporären Wasserbeaufschlagung ausgegangen.
Die gesamte Bauausführung wurde durch den Fischereibiologen des Landesfischereiverbandes Weser-Ems fachlich begleitet. Der Aushub in Höhe von 1800 m³ wurde abgefahren. Besonderen Wert legte man bei der Gestaltung der Gewässer auf die Entwicklung der semiaquatischen Fauna und Flora. Hierzu wurden die Uferbereiche mit unterschiedlichen Neigungen ausgeprägt, so dass sich gut strukturierte Wasserwechselzonen ergaben. Die gesamte Maßnahme wird in den folgenden Jahren durch den Verein begleitet und betreut.
Projektträger der Maßnahme ist der Fischereiverein Delmenhorst e.V. Die Durchführung des Projektes erfolgt mit planerischer und biologischer Begleitung durch den Landesfischereiverband Weser-Ems e.V. Die Umsetzung der Maßnahme konnte dank finanzieller Unterstützung durch die Bingo-Umweltstiftung realisiert werden.
Laich- und Flachwasserzone am Bösselhauser See
Für den AV Jever gehören der Schutz, die Erhaltung und die Förderung der aquatischen Flora und Fauna sowie der im Gewässerumfeld lebenden Arten satzungsgemäßen zu seinen Aufgaben. Um diesen Anforderungen sachkundig gerecht werden zu können, werden die Gewässerwarte des Vereins in Fortbildungsveranstaltungen in Theorie und Praxis ausgebildet. Die Umsetzung dieses Wissens an den Gewässern des Vereins ist ein zentrales Ziel.
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Für den AV Jever gehören der Schutz, die Erhaltung und die Förderung der aquatischen Flora und Fauna sowie der im Gewässerumfeld lebenden Arten satzungsgemäßen zu seinen Aufgaben. Um diesen Anforderungen sachkundig gerecht werden zu können, werden die Gewässerwarte des Vereins in Fortbildungsveranstaltungen in Theorie und Praxis ausgebildet. Die Umsetzung dieses Wissens an den Gewässern des Vereins ist ein zentrales Ziel.
Am Bösselhauser See, einem ehemaligen Bodenabbaugewässer mit wenig Flachwasserbereichen, bietet sich für dem Verein jetzt die Möglichkeit zur Herstellung einer ausgedehnten Flachwasserzone. Am 11. 10. 2016 begannen die Arbeiten für diese Maßnahme.
Der zu erstellende Flachwasserbereich soll eine Ausdehnung von ca. 1000 m² erhalten. Die maximale Wassertiefe wird mit etwa 50 bis 100 Zentimeter veranschlagt. Aufgrund der geringen Trübung des Bösselhauser Sees wird die Förderung submerser Makrophyten angestrebt. Die gesamte Bauausführung wird durch den Fischereibiologen des Landesfischereiverbandes Weser-Ems fachlich begleitet. Besonderer Wert wird bei der Gestaltung des Gewässers auf die Entwicklung der semiaquatischen Fauna und Flora gelegt. Hierzu werden die Uferbereiche mit unterschiedlichen Neigungen ausgeprägt, so dass sich gut strukturierte Wasserwechselzonen ergeben. Die gesamte Maßnahme wird in den folgenden Jahren durch den Verein begleitet und betreut.

