ANGELFISCHERVERBAND IM
LANDESFISCHEREIVERBAND WESER-EMS E.V.

Gewässerwartefortbildung in Hude

15.11.2025

Am 15. November hat der Angelfischerverbandes Weser-Ems in Hude/Oberhausen eine Gewässerwartefortbildung für seine Mitglieder angeboten. Im Vordergrund der gut besuchten Veranstaltung stand die problematische Situation für die Fische in der Ostsee.

Dazu hat Dr. Christopher Zimmermann, der Leiter des Instituts für Ostseefischerei im Thünen Institut, in seinem Vortrag „Sind die Ostseefische noch zu retten?“ sehr interessante Informationen vermittelt.

Seinen Ausführungen war unmissverständlich zu entnehmen, dass sich das Ökosystem Ostsee in einem schlechten Zustand befindet. Entscheidend für die Situation sind die hohen Nährstoffeinträge und der Klimawandel. Besonders schwer trifft es damit den westlichen Ostseedorsch. Er leidet stark unter der sommerlichen Erwärmung der Ostsee und unter dem geringen Sauerstoffgehalt in den tieferen Wasserschichten. Für den Dorsch bestehen dadurch in naher Zukunft wenig Chancen auf eine Bestandserholung.

Die Plattfischbeständen haben in den letzten Jahren zwar stark zugenommen, mittelfristig sind die Perspektiven angesichts der herrschenden Probleme ebenfalls nicht gut, da generell die in Bodennähe lebenden Fische unter den ökologischen Veränderungen zu leiden haben.

Günstigere Aussichten attestiert der Referent dem Hering in der westlichen Ostsee, für den gute Chancen auf eine Erholung in den nächsten Jahren bestehen. Immer früheres Ablaichen kann die Art aber auch in Schwierigkeiten bringen, da für früh schlüpfende Larven unter Umständen noch nicht ausreichend Nahrung zur Verfügung steht.

Als wenig problematisch wurde die Situation der Sprotte bewertet, die allerdings auch nur eine geringere Rolle für den menschlichen Konsum spielt.

Zur Bedeutung der Fischerei wurde ausgeführt, dass die Quoten in den letzten Jahren zwar drastisch gesenkt wurden, die Fischerei aber grundsätzlich keine Rolle mehr spielt bei der Frage, ob sich die Fischbestände erholen. Entscheidend dafür sei vielmehr, dass die Einträge von Nährstoffen deutlich reduziert werden.

 

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