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Achtung, Großer Wassernabel!

20.11.2021

Auf der Dinkel bei Neuenhaus und auf der Vechte bei Laar macht sich eine Wasserpflanze breit, die als invasive Art in unseren Gewässern nicht willkommen ist. Es handelt sich um den Großen Wassernabel (Hydocotyle ranunculoides), der sich durch ein sehr intensives Wachstum schnell auszubreiten und einheimische Arten zu verdrängen droht.

Die Pflanze solle auf keinen Fall ausgerissen und an anderer Stelle in Gewässern eingesetzt werden, weil sie sich sofort weiter ausbreiten würde.

Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) berichtet, dass das Vorkommen des Großen Wassernabels von einem Fachmann der Unteren Naturschutzbehörde bereits vor einigen Monaten bestätigt wurde.

Das NLWKN bittet um Mitteilung, wenn die Pflanze in weiteren Gewässern gesichtet wird. Die Information kann auch gerne an den LFV Weser-Ems weitergegeben werden.

Der Große Wassernabel zeichnet sich durch große, runde bis nierenförmige Blätter aus, die stark gekerbt oder 3- bis 7-lappig sind. Die Pflanze wurzelt meistens in nur bis zu 50 Zentimeter tiefem Wasser, vornehmlich mit weichem, schlammigen Untergrund, und kann dann weite, dichte Teppiche ausbilden.

Die Pflanze bevorzugt stehende und langsam fließende Gewässer wie Kanäle, Gräben und kleine Fließgewässer.

Der Große Wassernabel zeigt unter günstigen Habitatsbedingungen ein sehr schnelles Wachstum und kann seine Biomasse innerhalb einer Woche mehr als verdoppeln.

Das Gewächs stammt ursprünglich aus Nord- und Südamerika, ist aber auch in Teilen Südwestasiens anzutreffen. Weitere Vorkommen gibt es in Australien, Asien und Afrika.

In Europa ist die Pflanze bereits als unerwünschter Neophyt aus Großbritannien, Italien, Spanien, Portugal, Frankreich, Belgien und den Niederlanden bekannt.

In den Niederlanden hat sich die Art in den letzten Jahren stark ausgebreitet und droht nun auch von dort aus die Gewässer in Niedersachsen zu erobern.


 

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