ANGELFISCHERVERBAND IM
LANDESFISCHEREIVERBAND WESER-EMS E.V.

Fischsterben in Oldenburg

Hunderte Kilo toter Fische wurden aus dem Geestrandgraben im Oldenburger Stadtteil Bornhorst geborgen. Die Feuerwehr befand sich in einem Großeinsatz, um den dramatisch niedrigen Sauerstoffgehalt des Wassers durch Wasserfontänen zu erhöhen. Als mögliche Ursache für das Unglück kommen Nitrateinträge aus der Landwirtschaft in Frage. Neben den vielen toten Fischen schwammen zahlreiche noch lebende Fische an der Oberfläche und schnappten verzweifelt nach Luft.

Am Morgen des 1. Mai meldeten sich zahlreiche Anrufer beim Bornhorster Fischereiverein, dem Pächter des Geestrandgrabens und berichteten von den vielen toten Fischen in dem Gewässer. Der Gewässerwart des Vereins, Frank Schmidt, machte sich mit Vereinskameraden auf den Weg zu dem Gewässer. Nach dem Einsatz berichtete er: „Wir haben ein paar hundert Kilo toter Fische herausgeholt. Die ganze Wasseroberfläche war weiß von toten und nach Luft schnappenden Fischen.“

Meistens ist nur ein Bruchteil der verstorbenen Fische an der Wasseroberfläche zu sehen. Man kann davon ausgehen, dass noch wesentlich mehr Fische verendet sind.

Nicht nur für die Vereinsmitglieder, sondern auch für die ganze Natur der Umgebung ist das eine große Katastrophe.

Die Vereinsmitglieder vermuten, dass mit dem Regen in den vergangenen Tagen große Mengen von Nitrat und Nitrit aus den umliegenden Feldern in das Gewässer gespült wurden und damit das Fischsterben verursacht haben. Von den Landwirten wird diese Vermutung allerdings zurückgewiesen. Sie sehen sich nicht in der Verantwortung für das Fischsterben.

Die örtliche Feuerwehr hat mit einem Großeinsatz versucht, zumindest die überlebenden Fische zu retten. Mit Pumpen und Wasserfontänen versuchten die Mitglieder der Feuerwehr, den Sauerstoffgehalt in dem Gewässer zu erhöhen, um den nach Luft schnappenden Fischen das Atmen zu erleichtern. Messungen hatten zuvor ergeben, dass der Sauerstoffgehalt so tief gesunken war, dass es kaum noch Überlebenschancen in dem Gewässer gab.

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