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LANDESFISCHEREIVERBAND WESER-EMS E.V.

Angler besetzen Glasaale an der Ems

25.03.2020

In der vergangenen Woche haben Angler aus Mitgliedsvereinen des LFV Weser-Ems in großem Umfang Glasaale an der Ems besetzt. Die Glasaale kamen am 19. März direkt aus Frankreich und wurden in Haren/ Hüntel an die Emsvereine verteilt. Den Transport organisierte die Firma Albe.   
Die Glasaale wurden in Styroporkästen angeliefert, wobei sich jeweils drei Kilo der Jungfische in einer Kiste befanden. Damit es darin kühl bleibt, befand sich in jeder Kiste je ein Kilo Eis. Die Tiere haben den Transport offenbar ohne Verluste überstanden. Bei ihrer Ankunft waren sie alle in bestem Zustand. Auch in den Gewässern herrschten günstig Bedingungen, um die Aale auszusetzen. Die Ems zeigte eine Wassertemperatur von ca. 10 Grad.   
An die Emsvereine wurden knapp 400.000 Glasaale nach den Vorgaben des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) verteilt. Das Geld wurde durch das Land Niedersachsen bereitgestellt mit der Auflage, dass die Glasaale nur in der Ems ausgesetzt werden. Die Verteilung der Aale erfolgt zwischen Haaren und Salzbergen. Im Bereich der unteren Ems bei Papenburg erfolgte kein Besatz, da dort noch ein ausreichender natürlicher Aufstieg der Aale stattfindet.  
Zusätzlich zum Besatz an der Ems bekamen der Fischereiverein Friesoythe rund 66.000 Glasaale für die Thülsfelder Talsperre und der Fischereiverein Osterholz-Scharmbeck etwa 61.000 Glasaale.           
Neben dem Besatz mit Glasaalen ist in diesem Jahr auch wieder ein Besatz mit vorgestreckten Farmaalen für die Mitgliedsvereine des LFV Weser-Ems geplant.
Die Maßnahmen folgen einer EU-Verordnung, mit der eine bestimmte Mindestzahl an abwandernden Blankaalen aus den Flusssystemen erreicht werden soll.          
Die Ems weist zwar noch einen vergleichsweise guten Aalbestand auf, die gewünschte Abwanderungsrate lässt sich aber wohl nur erreichen, wenn der Bestand durch Besatzmaßnahmen gestützt wird. Auch an der Ems gibt es schließlich noch eine Reihe von Querverbauen, die den Aalen bei ihrer Wanderung im Wege stehen.

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