Fischsterben 2023 – es wird weiter dran gearbeitet
06.05.2024
Viele Angler werden sich noch an das Fischsterben im Sommer des vergangenen Jahres erinnern. Die Tragödie an den Gewässern ist auch bei den zuständigen Ministerien in Niedersachsen nicht in Vergessenheit geraten. Auf Einladung des Landwirtschaftsministeriums und des Umweltministeriums fand am 6. Mai eine Videokonferenz statt, an der neben weiteren Institutionen wie dem Niedersächsischen Landkreistag und dem LAVES auch der Angelfischerverband Weser-Ems teilnahm.
Dabei wurde noch einmal ausführlich über das Fischsterben in Niedersachsen berichtet, zum einen vom AVN, und zum anderen vom LFV Weser-Ems. Anschließend wurde ausgiebig über die Problematik diskutiert.
Wichtige Punkte zu dem Thema sind die Frage, wie man im Idealfall solche Vorfälle vermeiden oder zumindest eindämmen kann, aber auch für den Fall eines erneuten Fischsterbens, wie man die Kommunikation verbessern kann, was zu tun ist, wie man mit solch einer Katastrophe umgeht, und wie man klare Zuständigkeiten schaffen kann.
Die Geschehnisse beschäftigen alle Beteiligten weiterhin und man ist gemeinsam bestrebt, Verbesserungen herbeizuführen. Deshalb wird es demnächst eine weitere Einladung geben, bei der man sich wiederum um Lösungen für diese Problematik bemühen will.
Zur Erinnerung:
Der August 2023 stand für den Angelfischerverband Weser-Ems – leider – ganz im Zeichen der Fischsterben in Nordwestniedersachsen. Die Mitarbeiter des Verbandes waren täglich unterwegs bei den Vereinen und an den Gewässern, um zunächst den Schaden zu dokumentieren und um Messungen an den Gewässern vorzunehmen.
Besonders schwer getroffen hat es die Hamme, das Einzugsgebiet der Ollen, das Lune-, und Geestegebiet, das Osteeinzugsgebiet und auch Gewässer im Bereich Apen. In enger Abstimmung mit den Vereinen wurden sofort die ersten notwendigen Schritte eingeleitet, um die Ursache zu klären und vorsorgende Maßnahmen zu ergreifen.
Es wurden umgehend Kontakte zu den örtlichen Behörden, dem Veterinäramt, der Polizei, den Wasserämtern bis hin zu ministeriellen Stellen aufgenommen und Gespräche geführt, um die Schadensfälle zu behandeln, aber auch möglichen finanziellen Ausgleich zu erstatten.
Als ausschlaggebend für die Notlage werden die starken Niederschläge der vergangenen Wochen vermutet. In der Folge kam es zu Überstauung u.a. von landwirtschaftlich genutzten Flächen. Aus dem anschließenden Abfluss in das Hauptgewässer resultierten Einträge, die zu einer verstärkten Sauerstoffzehrung im Wasser führten.
Die vielen Gespräche und Verhandlungen mit den Behörden sollen schließlich dazu führen, die Hintergründe zu den Fischsterben zu klären und Wege zu finden, wie solche Notsituationen künftig zu vermeiden sind.
Sobald Fischsterben bei unseren Mitgliedsvereinen auftreten, stehen wir natürlich als Ansprechpartner und aktive Helfer zur Verfügung. Als eine erste Hilfestellung hatten wir bereits vor Wochen eine „Checkliste Notfallplan Fischsterben“ in den Mitgliederbereich unserer Homepage eingestellt, die eine Handlungshilfe für den Notfall bietet.
