Quappenprojekt des LFV Weser-Ems an Ems und Vechte hat begonnen

Die Wiederansiedlung der Quappe ist schon länger ein Thema und auch ein Wunsch von Mitgliedsvereinen des LFV Weser-Ems. Nach ausreichender fachlicher Prüfung und Vorbereitung fiel am 19. Mai 2018 mit dem Besatz der ersten Jungfische der Startschuss für die Wiederansiedlung des Dorschverwandten. 10.000 junge Quappen mit Größen von 5 bis 6 Zentimetern wurden in den Nebenflüssen der Ems und im Vechtesystem besetzt.

Die Jungquappen gingen an die Vereine SFV Nordhorn, SFV Schüttorf, AV Neuenhaus, ASV Dalum-Gr. Hesepe, ASV Geeste, SAV Haren/Ems, FV Lathen u. Umgebung , FV Lingen und SFV Salzbergen.

Zur Verfügung gestellt wurden die Fische von Markus Kühlmann von Ruhrverband, Abteilung Flussgebietsmanagement, der sich an der Möhnetalsperre mit der Zucht von Quappen befasst. Im benachbarten Bundesland Nordrhein-Westfalen sammelt man schon länger Erfahrung mit der Wiederansiedlung der Quappe. Der LFV Westfalen und Lippe hat im Jahr 2009 ein Projekt zur Stützung des Quappenbestandes in der Lippe ins Leben gerufen. Bereits im ersten Jahr waren die Versuche zur künstlichen Befruchtung und Vermehrung dieser geschützten Fischart im Fischereibetrieb an der Möhnetalsperre. sehr erfolgreich. Mittlerweile können jährlich bis zu 15 Millionen Quappeneier erbrütet werden. Ein großes Etappenziel wurde mit dem Nachweis der erfolgreichen natürlichen Vermehrung der Quappe im Jahr 2013 erreicht. Ein Zeichen für den Erfolg des Projekts gaben zunächst Wiederfänge von besetzten Quappen aus vorherigen Jahren. Mittlerweile werden in vielen Bereichen regelmäßig Quappen durch Anglerfänge nachgewiesen.         

Durch die gute Zusammenarbeit mit dem Verband Westfalen und Lippe kann der LFV Weser-Ems von den Erfahrungen im benachbarten Bundesland profitieren und hoffentlich in einigen Jahren auf einen ähnlichen Erfolg bei der Wiederansiedlung der Quappe zurückblicken. Im kommenden Jahr soll es erst einmal verstärkt mit dem Besatz weitergehen.

 

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