Neunaugen-Monitoring 2018/19 an der Ems

Seit zehn Jahren führt der Landesfischereiverband Weser-Ems im Auftrag des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) das Neunaugen-Monitoring bei der Schleuse Bollingerfähr an der Ems durch. Von Anfang November bis in den April hinein wird genau dokumentiert, wie viele Flussneunaugen sich in der Ems auf der Wanderschaft befinden. Besonders im Zeitraum von Mitte Dezember bis Mitte Januar kommt es dabei zu einem verstärkten Aufstieg der Wanderfische.

An der Station bei Dörpen werden in der Saison tagtäglich die genauen Bedingungen wie Temperatur, Wetter und Mondphase protokolliert und natürlich, wie viele Neunaugen und auch Fischarten die Station passieren wollen. Gefangen wird mit einer Kastenreuse, die über eine Winde auf und ab bewegt werden kann. Die Größe des Kastens beträgt 120 x 100 x 95 Zentimeter. Mit einem Netz werden die Fische an der Fangstadion in Richtung Reuse gelenkt.

Nachdem der tägliche Fang registriert wurde, werden die Neunaugen in ihr Element zurückgesetzt, damit sie ihre Wandung zu den Laichplätzen in den Nebengewässern der Ems fortsetzen können. Eine Rückkehr von dieser Wanderung gibt es nicht. Die Neunaugen sterben nachdem sie sich fortgepflanzt haben. Noch nie wurde ein Neunauge auf dem Rückweg stromabwärts registriert.

Für die Saison 2018/19 zeichnet sich ein Rekordaufstieg ab. Zumindest für den Zeitraum, seitdem das Monitoring betrieben wird, konnte noch kein so starker Aufstieg verzeichnet werden. Nachdem die Saison aufgrund des geringen Wasserstandes anfangs schleppend begann, setzte anschließend eine intensive Wanderung ein, bei der rund vier Tonnen Neunaugen registriert werden konnten. Für den Bestand im Einzugsgebiet der Ems stellen solche Zahlen ein gutes Zeichen dar, das für den Fortbestand der bedrohten Art hoffen lässt.

 

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