Ministerium bittet um Proben für das Flussfischmonitoring

Seit dem Jahr 2009 werden in Niedersachsen Flussfische auf ihre Schadstoffgehalte untersucht. Das sogenannte niedersächsische Flussfischmonitoring wird auch durchgeführt, um den niedersächsischen Anglerinnen und Anglern Hinweise zur Schadstoffbelastung der von ihnen in niedersächsischen Flüssen gefangenen Fische geben zu können. Erstmalig wurde auf Grund der erhaltenen Ergebnisse im Frühjahr 2011 eine Verzehrempfehlung für Flussfische bestimmter niedersächsischer Flüsse herausgegeben.
 
Um die Datenlage zu aktualisieren, werden in diesem Jahr wieder Flussfische im Rahmen des Monitorings untersucht. Die für eine repräsentative Aussage notwendige Zahl an Proben ist für die meisten Flüsse bzw. beprobten Gewässerabschnitte und Fischarten bereits im Institut für Fische und Fischereierzeugnisse des LAVES in Cuxhaven eingegangen.  Es fehlen jedoch noch Brassen aus der Aller und Zander aus Weser, Ems, Elbe und Oste. Da diese beiden Fischarten nicht im Rahmen der Elektrofischerei gefangen werden können, bitte ich für die Beschaffung dieser Proben die Mitglieder Ihrer Vereine um Unterstützung.

Konkret werden benötigt:

Brassen:  etwa 15 Tiere in einer Größe von mind. 40 cm aus dem Allerabschnitt zwischen der Einmündung der Leine und der Mündung in die Weser

Zander:  je etwa 15 Tiere von ca. 50 cm Länge aus der Weser, Ems, Elbe und Oste (unabhängig vom Flussabschnitt)
 
Die erbetenen Probenfische sind für die Repräsentativität der Aussage des Monitoring von großer Bedeutung. Dies gilt insbesondere für Zander, da von dieser Fischart bisher erst sehr wenige Fische gefangen werden konnten bzw. für die Untersuchungen zur Verfügung gestellt wurden. Ohne die Einsendungen Ihrer Mitglieder besteht keine Möglichkeit, Aussagen zur Schadstoffbelastung dieser Fischart zu machen.
 
Um die Beteiligung am Monitoring durch Einsendung von einzelnen gefangenen Fischen für die Anglerinnen und Angler einfach zu gestalten, ist folgendes Verfahren für die Probeneinsendung vorgesehen:
 
Es wird darum gebeten, die tierschutzgerecht betäubten und möglichst mittels Herzstich getöteten Fische unausgenommen und einzeln verpackt in Gefrierbeuteln einzufrieren. Dabei sollte das Berühren der Kiemen, insbesondere auch der Transport der Fische mittels Griff unter die Kiemendeckel vermieden werden. Die gefrorenen Probenfische können dann zusammen mit ein ausgefüllten Probenbegleitschein (zu dem Schreiben geht es HIER) bei den Veterinärämtern des Landkreise abgegeben werden:
 
 Brassen:  Landkreis Verden, Fachdienst Veterinärdienst und Verbraucherschutz,  Lindhooper Straße 67, 27283 Verden/Aller,  Tel.: 04231/ 15770
 
Zander: jedes Veterinäramt in Niedersachsen. Die Adressen aller niedersächsischen Veterinärämter finden Sie HIER.


Die Veterinärämter organisieren den Weitertransport der Probenfische zum Labor.
 
Für Fragen der Anglerinnen und Angler zum Probenversand steht das Institut für Fische und Fischereierzeugnisse in Cuxhaven gerne zur Verfügung. Die Mailadresse und die Telefonnummer können dem Probenbegleitschein entnommen werden. Wir weisen vorsorglich darauf hin, dass für die zur Untersuchung abgegebenen Fische keine Entschädigung gezahlt werden kann. 
 

Wir bitte darum, bei Ihren Mitglieder für die Einsendung von Angelfischen als Probenmaterial für das Monitoring zu werben. Nur wenn eine ausreichende Zahl an Fischen untersucht werden kann, ist es möglich, den Anglerinnen und Anglern Ihrer Mitgliedervereine aktuelle und repräsentative Aussagen über die Belastungssituation der Flussfische zur Verfügung zu stellen.

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