LFV Weser-Ems hat Stellung zu neuem Nds. Fischeigesetz bezogen

Auf der Homepage des AVN wird fälschlicherweise behauptet, der LFV Weser-Ems hätte keine Stellung zu den anglerfeindlichen Passagen der überarbeiteten Fassung des Nds. Fischeigesetzes bezogen. Das hat der LFV sehr wohl getan. Hier ein Auszug der Stellungnahme:

Die von Seiten des LABÜN für die Naturschutzverbände BUND, LBU, NABU Niedersachsen und NVN vorgebrachten Änderungswünsche betrachten wir als deplatziert und haltlos. Wie in der mit dem Gesetzesentwurf vorgelegten Begründung dargelegt, geht es bei dem Gesetzesentwurf um die Schaffung von Verordnungsermächtigungen und nicht darum zukünftige Verordnungen zum Inhalt des Fischereigesetzes zu machen.

Auch zu den Wünschen einer Gleichstellung bzw. Privilegierung der anerkannten Naturschutzvereinigungen können wir nur unser Unverständnis äußern. Wie in der Begründung ausgeführt, besitzen diese Verbände weder das fischereifachliche Wissen noch sind sie Betroffene. Im Gegensatz dazu verfügen die anerkannten Landesfischereiverbände nicht nur über jahrzehntelanges Wissen über die Entwicklung der Fischbestände, sondern haben entscheidend dazu beigetragen, dass viele unserer niedersächsischen Gewässer überhaupt noch Fischartenvorkommen vorweisen. Darüber hinaus sind der Schutz und die Entwicklung bzw. Wiederansiedlung bedrohter bzw. ehemals ausgestorbener Fischarten in erheblichem Maße auf die Initiative der Fischereiverbände mit ihren Mitgliedern zurückzuführen.

Eine Einstufung der Naturschutzverbände als privilegierte Pächter eines Fischereirechts würde einer nachhaltigen Nutzung der Fischbestände widersprechen, da davon auszugehen ist, dass diese Verbände die Verwirklichung von Naturschutzzielen und nicht die nachhaltige Nutzung der Fischbestände verfolgen. Dies wird u. a. in den aktuellen Entwürfen zur Sicherung von FFH-Gebieten deutlich, wo vielfach Regelungen im Sinne von Einschränkungen der Fischereiausübung vorgesehen sind.

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