Besatz von Junglachsen an der Ems 2019

Dänische Junglachse für die Ems (Foto: Henning Stilke)

Am 10. April gegen 18 Uhr traf die diesjährige Lieferung von Junglachsen aus Dänemark für die Ems am Listruper Wehr ein. In dem Spezialtransporter für lebende Fische lieferte das Danmarks Center for Vildlaks rund 10.000 einsömmrige Lachse für die Besatzgemeinschaft Ems I. Die Gemeinschaft besteht aus den Vereinen FV 1888 Lingen/Ems, SFV Salzbergen, SAV Emsland/Rheine und SFV Floßweg Gronau sowie den beiden Verbänden Bezirksverband Emsland und Landesfischereiverband Weser-Ems, die für finanzielle Unterstützung der Maßnahmen sorgen.

Die Vertreter der Vereine aus der Besatzgemeinschaft erwarteten die Fische bereits und sorgten für einen schnellen Weitertransport eines Teils der Lieferung, während ein anderer Teil des Lachsnachwuchses direkt an Ort und Stelle in die Ems eingeleitet wurde. Vom Listruper Wehr ging es für das Transportfahrzeug aus Dänemark weiter zum Emswehr Hanekenfähr in Lingen. Hier wurden die verbliebenen Junglachse aufgeteilt zum einen für den direkten Besatz vor der Fischtreppe und zum anderen zum Besatz im Mühlenbach.

Die Jungfische des Jahrgangs 2018 waren in zwei Größenklassen unterteilt, zum einen Fische um 8 Zentimeter und zum anderen Fische um 12 Zentimeter Länge. In beiden Fällen handelt es sich um Vertreter desselben Jahrgangs, von denen die einen aber schnellwüchsiger sind als die anderen. Nach Auskunft des dänischen Fachmanns stammt der Nachwuchs von denselben Elternfischen und ist in der Fischzucht unter identischen Umständen aufgewachsen. Die einen wachsen dabei allerdings schneller als die anderen. Das lässt sich am besten als eine natürliche Überlebensstrategie erklären, mit der dafür gesorgt wird, dass die Fische eines Jahrganges in zwei aufeinanderfolgenden Jahren ins Meer abwandern. So dürfte es nun auch mit den Junglachsen in der Ems geschehen. Die größeren wandern noch in diesem Jahr ab in die Nordsee, die kleineren verbleiben noch im Fluss und werden erst im nächsten Jahr abwandern.

Genetisch handelt es sich bei den Lachsen um Vertreter des Skjernstammes aus Dänemark. Nachdem seit Beginn der Wiederansiedlung zunächst mit Fischen aus dem norwegischen Namsen und zwischenzeitlich auch mit Stämmen aus Schottland, Irland und Schweden besetzt wurde, ist man vor 14 Jahren dazu übergegangen, nur noch mit dänischen Lachsen aus dem Gewässersystem der Skjern Au zu besetzen. Diese Fische leben in Dänemark in Flachlandflüssen unter Bedingungen, die sehr denen für die Fische in der Ems und ihren Nebengewässern ähneln. Damit weist dieser Lachsstamm die besten Voraussetzungen für eine Anpassung an das Leben in den Fließgewässern Nordwestdeutschlands auf.

 

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