ANGELFISCHERVERBAND IM
LANDESFISCHEREIVERBAND WESER-EMS E.V.

NEUE KINDERSTUBE FÜR FISCHE DES ZWISCHENAHNER MEERES

11.03.2018

Die Nord-West-Zeitung berichtet über das Projekt:

Wanderer müssen beim Weg um das Zwischenahner Meer derzeit einen kleinen Umweg nehmen. Vom Reha-Zentrum ist der Wanderweg in Richtung der Seggenwiesen derzeit gesperrt. Denn im Bereich der Wiesen sind derzeit große Bagger und Lastwagen im Einsatz.

Angeregt durch den Landesfischereiverband Weser-Ems lässt die Gemeinde Bad Zwischenahn ein Feuchtbiotop mit Anschluss direkt an das Zwischenahner Meer anlegen. Es soll als Laichmöglichkeit für Fische und Amphibien dienen, die aufgrund des dauerhaft hohen Wasserstandes des Gewässers derzeit sonst keine Möglichkeiten zur Aufzucht ihres Nachwuchses finden. Das Projekt, das 60 000 Euro kostet, wird aus dem Leader-Programm der EU finanziert.

Flachwasserzonen, wie die jetzt neu angelegte, sind ein wichtiger Lebensraum für viele Tiere. Die fast überall am See vorhandene Uferbefestigung hat aber dafür gesorgt, dass es am Zwischenahner Meer kaum noch natürlich Überschwemmungszonen gibt.

An den Seggenwiesen wurden jetzt 1800 Kubikmeter Boden abgefahren, außerdem wurden Weidensträucher auf der Fläche entfernt. „Die Weiden sind eigentlich unerwünscht, weil sie den Schilfbewuchs verdrängen“, erläutert Thomar Schurer vom Tiefbau- und Grünflächenamt der Gemeinde. Er sah sich das Areal am Montag mit Klaus Fischer vom Ingenieurbüro Börjes aus Westerstede und Heiner Schütt von der Firma Dennis Schütt Straßen- und Tiefbau an. Für das Bauunternehmen hatte sich die Frostperiode der vergangenen Woche angeboten. So konnten die schweren Maschinen ohne größere Schäden für Wege und Böden eingesetzt werden.

Um zu verhindern, dass sich die Weiden sofort wieder ansiedeln, bekommt der Flachwasserbereich eine steile Kante. Am Rand wird er etwa 50 Zentimeter tief sein, in der Mitte ist das neue Gewässer bis zu 1,50 Meter tief – die Pläne dafür stammen vom Fischereibiologen Dr. Jens Salva vom Landesfischereiverband Weser-Ems.

Der Bodenaushub wurde abgefahren und wird noch archäologisch untersucht. Voruntersuchungen hatten aber bereits 2016 bereits ergeben, dass im Bereich des neuen Biotops keine größeren Spuren von urzeitlichen Siedlungen mehr zu finden sind.

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