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LANDESFISCHEREIVERBAND WESER-EMS E.V.

Raubfischangler am ESK - ACHTUNG Rapfen!

02.06.2026

Am Elbe-Seitenkanal kann nun wieder uneingeschränkt auf Raubfisch geangelt werden. Die erweiterte Schonzeit zum Schutz der Zander im etwa 10 km langen Bereich zwischen Elbe-Mündung und dem Schiffshebewerk Scharnebeck ist seit dem 1. Juni beendet.

Auf der übrigen Kanalstrecke sind bereits seit dem 16. Mai viele Zander und etliche gute Barsche gefangen worden. Auch der invasive Wolga-Zander taucht verstärkt in den Fangmeldungen auf. Ebenso ein guter Hecht – eine Fischart, die sich sonst eher rarmacht am Elbe-Seitenkanal.

Einige große Rapfen sind zuletzt im ESK ebenfalls an den Haken gegangen. Aber ACHTUNG: Für den Rapfen gilt in Niedersachsen eine ganzjährige Schonzeit, um die gefährdeten Bestände zu schützen. Das geht aus §2 der Nds. Binnenfischereiordnung hervor. Einzige Ausnahme: Der Fisch darf entnommen werden, wenn nachgewiesen ist, dass der Bestand im jeweiligen Gewässer auf Besatzmaßnahmen zurückzuführen ist. Das ist aber am Elbe-Seitenkanal nachweislich nicht der Fall! Deshalb gilt ein klares Fangverbot. Die im ESK vorkommenden Rapfen sind sehr vermutlich über die Elbe und den Mittellandkanal zugewandert.

Sollte euch beim Zander- oder Barschangeln also ein Rapfen an den Haken gehen: vorsichtig mit dem Fisch umgehen und ihn schonend und direkt wieder zurücksetzen. Bitte meldet uns den Fang zwecks Dokumentation trotzdem gerne, zum Beispiel direkt über die App von Hejfish. Hier sind auch Kanalkarten erhältlich www.hejfish.com/d/16012

Unter unseren heimischen Flossenträgern nimmt der Rapfen eine absolute Sonderrolle ein: Biologisch gehört er zur Familie der Karpfenartigen (Cyprinidae) und zählt damit eigentlich zu den Friedfischen. Wer ihn jedoch einmal beim Jagen beobachtet hat, weiß: Der Rapfen hat den Charakter eines waschechten Räubers.
Mit seinem zahnlosen, aber dafür harten und oberständigen Maul jagt er bevorzugt dicht unter der Wasseroberfläche. Seine explosionsartigen Attacken, bei denen er regelrecht in Kleinfischschwärme hineinstößt, sorgen an unseren Gewässern regelmäßig für Furore. Ein faszinierender Grenzgänger, der die Schnelligkeit eines Salmoniden mit der Kampfkraft eines Karpfens verbindet.
 

 

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