Sportfischertag des LFV Weser-Ems 2018 in Friedrichsfehn

Am 14. April 2018 führte der Landesfischereiverband Weser-Ems seinen Sportfischertag in Friedrichsfehn durch. Die Veranstaltung wurde auf Einladung des ortsansässigen Fischereivereins Edewecht ausgerichtet. Der Sportfischertag stand ganz im Zeichen der nachfolgenden Präsidiumswahl im Rahmen der Mitgliederversammlung und damit der Verabschiedung des Präsidenten, Bernhard Pieper, der sich nicht wieder zur Wahl stellte.

Der Reigen der Grußworte, an die sich immer auch Dankesworte für Bernhard Pieper anschlossen, eröffnete die Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Barbara Otte-Kinast (CDU). Sie verwies in ihrer Rede auf die beachtliche Zahl an Verbandsmitgliedern, deren Interessen man als Politiker auf keinen Fall übersehen dürfe. Dem Sportfischerverband attestierte Otte-Kinast eine hervorragende Arbeit bei der Revitalisierung von Gewässern, für die es schon eine Reihe von Auszeichnungen gegeben hat. Außerdem sei der Verband sehr erfolgreich in der Wiederansiedlung von Wanderfischen. So konnte im vergangenen Jahr eine Rekordzahl an Lachsen und Meerforellen registriert werden, die in die Verbandsgewässer zurückgekehrt sind. Auch das diplomatische Geschick des Präsidiums lobte die Ministerin. So sei es dem Verband überall, wo Schutzgebiet ausgewiesen werden sollten, gelungen, die Angelmöglichkeiten aufrecht zu erhalten.

Die Ministerin sagte zu, sich für die Beibehaltung der Kormoranverordnung einzusetzen. Ebenso sei sie in Fragen des Aalfangs auf Seiten der Angler. Es dürfe keine Schutzmaßnahmen zu Lasten derer geben, die sich am meisten für den Bestand der Aale einsetzen. Eine Prüfung der Wasserkraftanlagen als gravierendes Hindernis der Aalwanderungen sei dringend erforderlich.

Das folgende Grußwort sprach der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Edewecht, Gundolf Oetje, der es als große Ehre bezeichnete, Gastgeber für den Landesfischereiverband sein zu dürfen. Er betont die große Bedeutung der Verbands- und Vereinsarbeit für den Gewässer- und Artenschutz sowie für die Jugendarbeit.

Ein Grußwort sprach auch Bernd-Carsten Hiebing, Landtagsmitglied für die CDU, der das hohe ehrenamtliche Engagement in den Fischereivereinen lobte. Er sprach sich für einen ständigen Dialog zwischen der Politik und der Fischerei aus. Es sei dringend erforderlich, über die Interessen der Fischerei informiert zu sein. 

Der SPD-Politiker und Präsident des Deutschen Fischereiverbandes, Holger Ortel, betonte, dass es in Niedersachsen rund 300.000 Angler gäbe. Diese gelte es bei kritischen Themen wie der Kormoranverordnung oder der Frage der Aalförderung und des Aalfangs zu unterstützen. Über den Begriff „Sport“ in der Verbandsbezeichnung solle man seiner Meinung nach aber noch einmal nachdenken.

Die Präsidentin des Deutschen Angelfischerverbandes, Dr. Christel Happach-Kasan, lobte die gute Zusammenarbeit mit dem LFV Weser-Ems und insbesondere mit Bernhard Pieper. In ihrer Rede beklagte sie den fehlenden Dialog zwischen Politik und Anglern auf Bundesebene, der bei der Ausweisung von Schutzgebieten erforderlich sei. Außerdem wies sie auf die unnützen juristischen Aktionen hin, die von „einem Tierschutzverband“ veranlasst würden.

Henk Mensinga vom niederländischen Nachbarverband Hengelsportfederatie Groningen Drenthe hob die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Verbänden hervor. Er betonte, dass die Niederländer viel von den Renaturierungsmaßnahmen im Weser-Ems-Gebiet gelernt haben. Er wies darauf hin, dass immer mehr Deutsche zum Angeln in die Niederlande fahren. Das hänge nicht nur mit dem leichten Erwerb eines Erlaubnisscheines zusammen, sondern auch damit, dass man einen großen Fisch in Holland nach dem Fang zurücksetzen darf.

Weitere Grußworte sprachen Rainer Schiller, Präsident des Landesfischereiverbandes Bremen, Dr. Holger Buschmann, Geschäftsführer des NABU Niedersachsen, Carsten Brauer, Vorsitzender des LFV Niedersachsen, Günther Nase, Vorsitzender der Fischereigenossenschaft Wörpe, Volkmar Hinz, Fachbereichsleiter des LWK Niedersachsen, und Willi Meier, Vorsitzender des FV Edewecht.

Im Anschluss an die Grußworte gab es noch zahlreiche Dankesbekundungen und Geschenke für Bernhard Pieper. Eine besondere Auszeichnung erhielt er von Henk Mensinga, der ihm den Verdienstorden der Hengelsportfederatie Groningen Drenthe verlieh.

 

 

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